In einer Zen-Geschichte unterhalten sich zwei Schüler über die Fähigkeiten ihrer Lehrer. “Mein Lehrer”, beginnt der erste, “kann einen ganzen Tag auf dem Kopf stehen, spaltet mit einem Handkantenschlag 20 Tonziegel und kann seinen Herzschlag willentlich auf 5 Schläge pro Minute absenken!”. Sein Freund antwortet unbeeindruckt: “Mein Lehrer isst, wenn er hungrig ist und schläft, wenn er müde ist.”
Heute wird von Vielen erwartet, immer kompliziertere, wissensintensivere Prozesse zu überschauen und zu lenken. Zu essen, wenn man hungrig ist und zu schlafen, wenn man müde ist, ist für Viele nicht mehr selbstverständlich, sondern etwas Fremdartiges, Außergewöhnliches. Die einfachsten Bedürfnisse des Körpers und Geistes kommen zu kurz, wenn uns eng gesetzte Termine oder sogenannte Deadlines im Griff haben.
Viele Menschen sind im Beruf zu Dauerdenkern geworden. Die Erschöpfung des Geistes durch Denken löst historisch die Erschöpfung durch Arbeit ab. Wer Körper und Geist dauerhaft überlastet, handelt nicht wirklich intelligent. Schaffen Sie sich ein Umfeld, in dem auch Ihre Grenzen respektiert werden.
Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Deine Worte, achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Taten, achte auf Deine Taten, denn Sie werden Deine Gewohnheiten.